Joggingtipps für Anfänger

der joggingkreislauf

Zugegeben, bei diesen Temperaturen denke ich auch nicht als erstes ans Joggen. Und wenn du nicht oder noch nicht gerne läufst, dann erst recht nicht 😊

Trotzdem kann es, gerade wenn es so heiss ist tagsüber und du dich nicht viel bewegst, frühmorgens oder abends eine wunderbare Abwechslung sein.

 

„Ich jogge nicht gerne, Sandra“ diesen Satz höre ich wahnsinnig oft 😉

Und gerade weil ich weiss wie das ist - ja, ich habe joggen auch nicht immer geliebt und stand mal auf Kriegsfuss damit - möchte ich dir ein paar Tips und Inputs mit an die Hand geben, die dir helfen eine andere Sichtweise und noch fast wichtiger, ein anderes Gefühl vermitteln.

Der erste Schritt

Als allererstes ist es wichtig, dass du Laufschuhe und schöne & bequeme Kleider zum Joggen hast.

Nichts ist schlimmer, wie wenn du dich angezogen im Spiegel betrachtest und denkst „ach herrje, so kann ich nicht auf die Strasse“. 

Du musst und darfst dich zu 100% wohlfühlen, sodass deine Kleidung dich unterstützt. Dir ein gutes Gefühl gibt und nicht dich hindert überhaupt erst rauszugehen.

 

Der zweite Schritt

 

Vereinbare einen Termin, also eine verbindliche Zeit mit dir selber. So als ob du mit einer Freundin oder einem Freund abmachen würdest.

Verabredungen mit anderen halten wir immer ein, sofern nicht etwas unerwartetes dazwischen kommt, stimmt’s?

Warum tun wir es mit uns selber nicht? ME-Time kommt immer zu kurz, hab ich nicht recht?

Der dritte Schritt

Geh los! Der verabredete Zeitpunkt ist da. Jetzt nicht kneifen.

Keine Ausreden. Keine Wäsche die gemacht werden muss. Kein Bad das dreckig ist. Kein Fernsehen und auch keine andere Verabredung mit einer anderen Person. Du würdest auch nicht einer Verabredung absagen, um dann mit jemand anders etwas unternehmen zu können, oder?

Schalt deinen Kopf aus. Lass ihn reden. Zieh dich an und geh raus.

Der vierte Schritt

Was motiviert dich?

Vielleicht Musik? Oder eine Uhr auf der du dein Training siehst? Eine Stoppuhr damit du weisst, wie lange du unterwegs warst?

Egal was es ist. Hauptsache es stimmt für dich.

Der fünfte Schritt

Deine Route führt, wenn du blutiger Anfänger*in bist, idealerweise auf einer weichen Strasse, also nicht geteerten Strasse, sondern Kiesweg, Waldweg oder Sportbahn, entlang.

Optimal ist, wenn du die ersten Laufrunden mehr oder weniger Ebenaus drehen kannst. Du brauchst noch keine Höhenmeter, Hügel und auch keine Berge.

Geh im Kopf kurz durch, wo in etwa die Runde ist, die du gerne laufen würdest.

Der sechste Schritt

Joggingdauer:

Zu Beginn empfehle ich dir erst mal 15 - 20 Minuten zu joggen. Nicht länger.

Du darfst deinen Körper erst mal kennenlernen. Ihn spüren. Das heisst auch, merken was geht, das Lauftempo beachten, auf dich hören.

Der siebte Schritt

Aufwärmen. Wir wollen Verletzungen verhindern. Und so einfach ist es: Dehnen, Hampelmänner, Dribblen…. Mach für 5 Minuten ein paar Übungen, um dich aufzuwärmen.

Der achte Schritt

Los gehts. Beginne langsam. Seehr langsam. Egal wie dämlich du dir dabei vorkommst (das ist eh nur in deinem Kopf). Auch wenn du in diesem Tempo schnell laufen könntest.

Warum das so wichtig ist?

Topmotiviert gehen wir los für ein neues Ziel. Und kaum haben wir es angepackt, müssen wir - so glauben wir - das Ziel auch schon erreicht haben. Aber so funktioniert es nicht. 

Ein Baby kann auch nicht von Tag 1 an laufen. Es steht so oft wieder und wieder auf, bis es laufen kann. Und das ist selten innert einem Tag 😉

Und, wenn du direkt schon mit einem zu schnellen Tempo startest, musst du vor der gewünschten Laufdauer schon Schritt gehen, weil du keine Puste mehr hast. Das demotiviert und macht keinen Spass und keine Lust auf ein nächstes Mal. Logisch, oder?

Also: starte langsam. Du kannst dich immer noch steigern. Wir wollen erst mal fühlen und spüren was unser Körper heute mag und kann. Nicht dass wo wir in einem Jahr wünschen zu sein. Heute zählt.

Der neunte Schritt

Steck mal alle Erwartungen zurück. ALLE! Kein hätte, würde, wäre…

Anerkenne dich für das was du geschafft hast. Hast du nur 5 Minuten durchgehalten? Feier dich! 🎉

Konnten deine Beine nach 10 Minuten nicht mehr? Freu dich, dass deine Beine dich überhaupt getragen haben!

Du hast keine Puste? Es wird von mal zu mal besser. Und mein Tipp: du warst zu schnell unterwegs.

Egal wie schnell und wie du gekommen bist. Schau dir das an was geklappt hat und nicht das was nicht so gut war. 

Der letzte Schritt

Klopf dir auf die Schulter. Sei stolz auf dich.

Und dann verabredest du dich erneut mit dir. 💜

Kommentar schreiben

Kommentare: 0